Aug
30
2010
0

Neulich beim Metzger

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Essensgewohnheiten in jedem Land unterschiedlich sind. Jedes Land hat seine ganz eigenen Spezialitäten und Vorlieben. Das irische Frühstück zum Beispiel liebe ich. Was gibt es an einem Wochenendtag schöneres, als raus zu gehen und sich zu einem gemeinsamen Frühstück bestehend aus gebratenem Rashers, Pork Sausages, black & white Pudding, Potatoes und Mushrooms zusammen zu finden?

Was allerdings schwieriger wird, ist sich an bestimmte Dinge im alltäglichen Lebensmittelkonsum zu gewöhnen. Fleisch beispielsweise ist immer ähnlich teuer. So kommt es, dass es hier öfters Rindfleisch statt Schwein oder Huhn gibt. Das gefällt mir persönlich ganz gut, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht jeder so empfindet.

Was mir weniger behagt sind Dinge, die ich aus Deutschland eindeutig vermisse. Brot ist da das beste Beispiel. Das irische Brot ist mehr Toast als Brot. Hier und da findet man mal ein Sauerteigbrot, aber das wahre ist das dann auch nicht. Wie gut, dass ich aus Deutschland mit einer Brotbackmischung versorgt werde, die es einfach macht, hier in den irischen Landen für vernünftiges Brot zu sorgen.

Was hat das alles aber mit der Überschrift nun zu tun? Nun, es gibt dafür eine einfache Erklärung. In Killarney gibt es, etwas abseits gelegen, einen echten German Butcher. Als ich vor zwei Wochen einen Mitbewohner zum Kerry Airport gebracht habe, musste ich da unbedingt vorbei schauen. Ganz stilecht, wie ein Tante Emma Laden kommt dieses Geschäft daher. Und alles, was das “deutsche” Herz begehrt, kann man dort auch erwerben. Angefangen von Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu Maggifix Packungen und Beuteln. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt, dort hinein zu schauen. Der Besuch war zwar teuer, aber immerhin kommt man so auch mal wieder in den Genuss von Fleischwurst, grober Leberwurst nach hasumacher Art oder Zwiebelleberwurst. Aber auch an fertige Pfanni Semmelknödel und Kloßteig halb und halb kommt man heran. Alles garniert, mit einem Kassenbon, der halb deutsch und halb englisch ist.

Eines sollte man jedoch wissen: Es kingt ein wenig komisch, wenn man dort steht und der Verkäuferin sagt: “A large piece of the grobe Leberwurst, please.” :)

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Feb
24
2010
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Anglizismen, Germanismen

Beim stöbern im Netz stößt man ja auf allerlei Sachen, über die man sich dann Gedanken macht. Beispielsweise habe ich beim durchstöbern von Seiten zu Mac Software und Erfahrungsberichten eine Seite gefunden, die mich zu einer anderen brachte, wo ich dann wieder… Ihr wisst sicherlich, worauf ich hinaus will.

Jedenfalls habe ich dabei folgenden Bericht gefunden: David Dagan: Schlechtes Englisch goes viral in Germany. Es war interessant zu lesen, wie ein englischsprachiger (ok, nicht muttersprachlich, aber immerhin mit 10 Jahren Ausland) unsere (teils auch noch nicht mal wirklichen) Anglizismen sieht.

Was mich aber dann wieder zu etwas anderem brachte. Wie sieht das denn mit Deutschen Wörtern im Englischen aus. Germanismen, wie stark sind sie vertreten? Ein wenig gegoogelt gesuchmaschient und schon ward ich fündig: Auf germanenglishwords.com findet sich neben einer Beschreibung, was eigentlich “Germanisms” sind, in welche Gruppen sie sich unterteilen lassen und übersichtlich nach Alphabet einige Beispiele mit Erklärungen und Beispielsätzen.

Aber auch ich möchte ein paar nennen, die ich schon kannte, die sich dort auch allesamt finden lassen:

  • autobahn
  • doppelganger
  • fahrgefuhl
  • gemutlich
  • kindergarten
  • mensch
  • waldsterben

Wesentlich interessanter finde ich jedoch, dass z.B. ein Adjektiv wie “echt” im Englischen auch genutzt werden kann, um etwas hervorzuheben. Oder dass Worte wie Ahnentafel, Bildungsroman, diktat, muesli, schnapps aber auch wunderkind oder poltergeist im englischen verwendet werden (wenn auch wahrscheinlich selten).

P.S.: Zu “Mensch” gibt es z.B. einen passenden Wikipedia Artikel.

Written by blauerblubb in: Neues | Schlagwörter:, , | One Comment

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