Ja, der Sonntag. Letzter Tag. Und von den Konzerten her ein vielversprechender. Ab 16:40 zwar erst, aber immerhin. So haben wir uns die Zeit mit anderen Dingen vertrieben, wie z.B. wieder aufwärmen. Denn es ist nicht wärmer geworden. Im nachhinein habe ich übrigens erfahren, dass der Samstag der kälteste 6. Juni seit 40 Jahren war. Prima. Und das bei Rock am Ring.
Als wir dann kurz davor waren hochzugehen, musste es natürlich zu regnen anfangen. Und das, wo ich weiter nach vorne wollte und deshalb keine Jacke anziehen konnte… Nun, dann musste irgendein Regencape her. Da ich keins habe, musste eins gebastelt werden. Aus zwei ungleichen Müllsäcken. Das habe ich bei anderen auch schon gesehen, die brauchten aber jeweils nur einen Müllsack.
Als ich fertig war und wir hoch wollten, hat es natürlich gerade aufgehört zu regnen. War klar. Mitgenommen habe ich es aber trotzdem und es war gut so.
Als erstes haben wir uns The All American Rejects angesehen. Viel war nicht los, aber leider war Zone A, die von Bühne bis Wellenbrecher reicht, schon voll. Also haben wir uns mit Zone B begnügt. Immerhin konnte ich von dort aus die Bühne sehen. Musste also reichen. Einige Lieder, die ich mag, waren dabei, und einige, die ich nicht kannte. Gives you Hell haben sie als letztes Lied gespielt. “The f***ing song half of you know and the other half will never forget!”
Danach gab es The Subways, eine Band die ich noch nicht kannte. War aber auch nicht schlecht. Gewartet hatten wir aber auf die Guano Apes.
Und ich muss sagen… Es war kein gelungener Auftritt. Trotz vieler Leute und bekannter Lieder kam nicht wirklich Stimmung auf. Schade drum.
Nach den Guano Apes hat Billy Talent dann gespielt. Vorher habe ich mich noch mit einem netten Mädel unterhalten, die mich auch vom Fleck weg heiraten wollte, als ich gesagt hatte, dass ich keine 20km vom Ring weg wohne. Sie hatte über zweieinhalb Stunden fahrt hinter sich, was man an dem Dialekt auch hören konnte. Und ja, ich habe sie verstanden :) Kommt davon, wenn die Familie teilweise genauso spricht. Als Billy Talent dann angefangen hatten, habe ich sie, dank der Pogokreise und Partystimmung für etwa 4 Lieder aus den Augen verloren, bis sie auf einmal unvermittelt vor mir auftauchte. Da sie auch zu den kleineren Personen im Feld gezählt hat, habe ich sie gefragt, ob sie denn auch mal was von der Bühne sehen wollte und habe sie daraufhin hochgehoben. Alles in allem war Billy Talent ein genialer Auftritt gelungen. Bilder und ein Video von einem der Pogokreise werde ich die Tage hochladen.
Nun hieß es warten. Auf Limp Bizkit. Ich habe mir ja schon viel davon versprochen, aber es kam noch besser. Die Stimmung war einfach genial. Bei so ziemlich jedem Lied konnte man mitsingen, ganz abgesehen von dem gehüpfe und Pogo. Eine etwas gewagte Aktion war die erste Zugabe. Fred Durst kam unverhofft vorne an den 1. Wellenbrecher, ungefähr da, wo ich gestanden hatte. Könnt ihr euch vorstellen, was passiert, wenn etwa 4000 Leute versuchen, auf 2qm zu drängen? Richtig. Es wird eng. Hat aber gepasst. Die Ankündigung, dass sie jetzt den allerersten Song ihres neuen Albums spielen, lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Denn es ging um Take a look around, also etwas altbekanntes. Alles in allem war es wirklich klasse.
Zum Abschluss gab es dann noch Peter Fox als Late Night Special auf der Alternastage. Ziemlich geil, wenn alle von Limp Bizkit auf einmal auf die Alternastage strömen. Das Konzert war auch sehr gut, und ich habe einige Lieder gehört, die ich nicht kannte (v.a. weil ich mich mit dem Album von ihm noch nicht befasst hatte), sowie einige von Seeed, da er ja nicht genug eigene Lieder hatte. Aber das hat es auch nur umso interessanter gemacht.
Das war Rock am Ring 2009. Für 2010 stehen auch schon einige Ideen im Raum, mal sehen, ob ich dann auch wieder dabei bin.