Zurück zum Freitag…

Es ist wärmer geworden. Dachte ich zumindest, als ich wach wurde. Als ich die Ohropax (ja, Ohropax sind ein essentieller Bestandteil der Rock am Ring Ausrüstung, denn hier herrscht eigentlich von Mittwoch bis Montag nur krach, egal von wo) heraus genommen hatte, wusste ich auch, warum. Es regnete. Super. Ein Rock am Ring Kriterium erfüllt. Kein Festival ohne Regen.

Also spielte sich das Zeltplatzleben mal wieder unter einem unserer Pavillions ab. Ob Morgenhygiene, Frühstück oder Mittagessen, alles auf 6x3m. Gut, ich habe meine Hygiene nach hause verlegt, so wie zwei Tage zuvor auch. Wunderbar, wenn man 18km vom Ring entfernt wohnt.

Gegen  16 Uhr bin ich dann wieder mit dem unheimlichen Geist nach oben aufs Festivalgelände. Die anderen sind ja direkt nach vorne, um direkt vor die Bühne zu kommen, das hatte mich aber nicht interessiert.

Zuerst haben wir Flogging Molly gesehen. Irish Folk gepaart mit Rock. Klasse. Mir hat es gefallen. Und auch die Leute um uns herum hatten ihren Spass. Auch im Regen. Darauf hatte uns der Sänger von Flogging Molly auch angsprochen, mit den Worten “Is this Germany or Ireland?” Während des Auftritts haben wir, das Publikum auch seiner Frau zum Geburtstag ein Ständchen gebracht. Leider hatten die meisten ihren Namen nicht wirklich mitbekommen, so dass es auf ein “Happy birthday dear … ” hinauslief. Und ein besonderes Bonbon hat der Sänger uns auch noch gezeigt. Er hat uns auf die Warsteiner Flaggen der Verkäufer aufmerksam gemacht. Und uns erzählt, dass es nur ein echtes, wahres Bier gibt. Und hielt die Guinness Dose hoch. Hach, in dem moment habe ich mich bestätigt gefühlt. und minch auf meinen Irlandurlaub gefreut.

Danach gab es Volbeat auf die Ohren. Gute Band, klasse Sound, leider nicht ganz so viel Party, zumindest im hinteren Bereich.

Machine Head sollte als nächstes spielen. Etwas, was ich nicht unbedingt hören musste, also haben wir uns auf die Suche nach was essbarem gemacht. Und noch einen heißen Kaffee getrunken. Wunderbar.

Zu The Prodigy haben wir uns dann wieder ziemlich weit hinten in die Menge gesellt. Ich habe nicht erwartet, dass so viel Atmosphäre bis nach ganz hinten durchdringt, aber hier war zweifelsohne die größte Party am ganzen Tag zu finden. Selbst hinter der zweiten Videoleinwand waren Pogokreise und mitsingende (soweit möglich) und mitspringende Menschen. Super. Der Höhepunkt schlechthin an dem Tag.

Slipknot wollte ich eigentlich nicht sehen, aber ich bin für den unheimlichen Geist dann noch da geblieben. Sie ist ja auch mit mir zu Flogging Molly hoch. Nach ein paar Liedern sind wir dann aber wieder weg, es hat ihr gereicht. Und mir auch. Ich war fertig. Aber alles in allem. Toller Tag. Den auch der Regen nicht kaputt machen konnte.

Weiter zum Sonntag…