Der erste Festivaltag hat kalt angefangen. Sch***skalt. Kälter als der vorige. Denn nun war mir in meinem Schlafsack auch kalt. An den Beinen, Füßen, praktisch überall. Aber gut, ein heißer, frischer Kaffee sollte das richten können. Dachte ich. Denn die erste Überraschung ließ nicht auf sich warten. Meine Kaffeekanne ist weg. Super. Geklaut. Und das, wo ich diesmal ausnahmsweise keine billige Kanne dabei hatte. Nein, die teure Alfi-Kanne musste verschwinden. Naja. Selber schuld.

Der Herrscher über Rom und Spanien, König Phillip von Elwig der Schreckliche gehört ja auch zu unserer Gesellschaft (Vielmehr bilden wir den Hofstaat des Königs), und so haben (durften) wir den Morgen und Vormittag damit verbracht (verbringen), den König bei der Begutachtung seiner Untertanen zu begleiten. Was auch ganz amüsant mit anzusehen war. Sei es einfach nur eine Verbeugung oder übertriebene Huldigung mit anschließendem Füße küssen.

Nachmittags ging es dann hoch zum Festivalgelände. Ja, hoch. Ziemlich. Ich weiß nicht, wie viel Höhenunterschied es ist, aber einige hundert… cm… sind es dann doch. Da wir ja auf D3 liegen, ist es nich allzu weit zum Seiteneingang. keine 10min. bis zur Center Stage ist schon klasse.

Da wir mit zwei Frauen unterwegs waren, hieß es, Verkaufsstände abzulaufen. Wir sind einmal rund und haben so das erste Konzert halbwegs gehört. Dragonforce. Klang ganz gut, ich denke, dass ich mir mal ein paar Lieder genauer anhören sollte.

Die Bandliste von Freitag war ohnehin nicht so interessant für mich, also bin ich mit den anderen nach einem etwas überteuerten Wikingerblut (Met mit Kirschsaft, für die unwissenden) und etwas zu Essen erstmal wieder zum Zeltplatz.

Zu Papa Roach sind unser Haushooligan und ich dann wieder aufs Gelände hoch. Zusammen mit dem König haben wir dann Papa Roach gesehen, der einzige Act, den ich Freitags unbedingt sehen wollte. Aber wirklich umgehauen hat mich das nicht. Der König hat uns zwischenzeitlich auch aufgrund von Langeweile verlassen.

Nach Papa Roach wollte ich eigentlich wieder weg, habe nach kurzem überlegen dann doch beschlossen, dass wir nach vorne ins Infield müssen. Sind wir dann, da Staind eigentlich ein wenig Party versprach. Eigentlich. Denn nach einem mittelmäßigen Auftakt ging es nicht besser weiter. Auch vorne war wenig Stimmung, und dabei wollte ich doch meine ersten Blauen Flecke kassieren.

Egal, so hben wir dann weiter auf Killswitch Engage gewartet. und hier hat es sich gelohnt, in dem staubigen Infield unterwegs zu sein. (Es hat mich ein wenig ans Amphitheater in Trier erinnert… *hust* *röchel*) Kaum hatten sie zum ersten Akkord angestimmt, habe ich mich in der Menge von rechts außen bis fast mittig bewegen lassen. Das einzige, was ich tun konnte und musste, war darauf zu achten, dass ich nicht falle. Genial. Spass pur, Pogo bis zum ende. Toll.

Danach sind wir wieder raus aus dem Infield und haben noch Marilyn Manson von weiter oben mit den zwei geilen Schlangen schauen wollen. Aber nachdem Manson angefangen hatte, wurde uns schnell klar, dass dabei wieder einmal keine rechte Stimmung aufkommen sollte. Lange Pausen zwischen den Stücken, kaum Interaktion mit dem Publikum. Einfach gesagt… schlechter Auftritt. So sind wir, auch wegen der Kälte, während Sweet Dreams abgerückt.

Auf dem Zeltplatz erwartete uns eine weitere unangenehme Überraschung. Man hatte uns, nach meiner Kaffeekanne, nun auch noch einige unserer Campingstühle geklaut. Meinen zum Glück nicht, aber geärgert hat es mich trotzdem. Morgen geht es dann mit den interessanteren Konzerten weiter.

Weiter zum Samstag…